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Microsoft verliert seinen Finanzchef

12.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsofts Chief Financial Officer (CFO) John Connors wird das Unternehmen verlassen. Dies gab der weltgrößte Softwarehersteller überraschend bekannt. Connors wird zum Venture-Capital-Unternehmen Ignition Partners wechseln, das wie Microsoft im US-amerikanischen Seattle beheimatet ist.

Conners arbeitete seit 16 Jahren bei Microsoft. Die zurückliegenden fünf Jahre amtierte der 45-jährige Manager als Finanzchef. Vorrangiges Ziel seiner Tätigkeit war, die auf über 50 Milliarden Dollar angewachsenen Cash-Reserven durch Dividenden-Ausschüttungen an die Aktionäre zu reduzieren. Damit verringere sich das Risiko zum Ziel habgieriger Anwälte zu werden, meinte er augenzwinkernd. Außerdem arbeitete der Ex-CFO in der Vergangenheit darauf hin, zahlreiche Rechtstreitigkeiten per goldenem Handschlag des Konzerns beizulegen.

Es sei ein guter Zeitpunkt zu gehen, verabschiedete sich Connors. "Ich werde Microsoft vermissen, aber es ist Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen." Microsoft-Chef Steve Ballmer dankte Connors für seine Arbeit. "John hat einen phantastischen Job gemacht und hinterlasse eine erstklassige Finanzmannschaft."

Erstaunlicherweise konnte Ballmer einen Nachfolger noch nicht nennen. Man suche intern und extern nach geeigneten Kandidaten für den CFO-Posten, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme. Conners werde dem Unternehmen während der Übergangsphase weiter zur Verfügung stehen. (ba)