Konkurrenz durch Apple iPhone & Co

Microsoft verfehlt Windows-Mobile-Ziele

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Obwohl der Softwareriese weder Kosten noch Mühen scheut, erzielt er im Smartphone-Markt (noch) nicht die erhofften Erfolge.

Mitte Mai hatte Microsoft noch großspurig angekündigt, das Unternehmen rechne im Geschäftsjahr 2008 (Ende: 30.Juni) mit knapp 20 Millionen verkauften Windows-Mobile-Lizenzen - nachdem das mobile Betriebssystem im Vorjahr nur zusammen mit rund elf Millionen Endgeräten ausgeliefert worden war.

Wie die Details der Ende vergangenen Woche bekannt gegebenen Geschäftsergebnisse belegen, hat Microsoft mit dieser Prognose die Konkurrenten Apple, Research in Motion und Nokia jedoch unter-, beziehungsweise die Attraktivität der eigenen Plattform überschätzt: Der Redmonder Konzern musste einräumen, dass er im Geschäftsjahr 2008 "nur" 18 Millionen Windows-Mobile-Lizenzen verkauft hat. Wenngleich damit die Vorgaben verfehlt wurden, erzielte Microsoft im Vergleich zum Vorjahr immerhin einen Anstieg um zirka 64 Prozent.

Gleichzeitig meldete die übergeordnete Division Entertainment & Devices, dass Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Schlussquartal auf 145 Millionen Dollar gestiegen seien, was einem Plus von 46 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Quartal entspricht. Den Großteil davon führte die Division auf höhere Personalkosten im Zusammenhang mit der Windows-Mobile-Plattform zurück. Microsoft werkelt derzeit schwer an dem Nachfolger Windows Mobile 7, der 2009 auf den Markt kommen soll.