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Ab Januar 2016

Microsoft unterstützt künftig nur noch den aktuellsten IE

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Ein ganz schön drastischer Sinneswandel: Mit Wirkung zum 12. Januar 2016 wird Microsoft nur noch den abhängig vom Betriebssystem jeweils aktuellsten Internet Explorer (IE) supporten.

Technischen Support und Sicherheits-Updates will Microsoft künftig nur mehr für die jeweils aktuellste Version des hauseigenen Browsers für unterstützte Betriebssystemversionen anbieten, kündigte das Unternehmen gestern an. Zum Stichtag Anfang Januar 2016 bedeutet das zunächst einmal das Support-Ende für den Internet Explorer 8. Welche Version für welches System aktuell sein wird, zeigt diese Tabelle:

Windows-Plattform

Internet-Explorer-Version

Windows Vista SP2

Internet Explorer 9

Windows Server 2008 SP2

Internet Explorer 9

Windows 7 SP1

Internet Explorer 11

Windows Server 2008 R2 SP1

Internet Explorer 11

Windows 8.1

Internet Explorer 11

Windows Server 2012

Internet Explorer 10

Windows Server 2012 R2

Internet Explorer 11

Unternehmen, die bislang noch eine älteren IE als einsetzen, rät Microsoft dazu, ihre Applikationen auf aktuelle Standards zu migrieren. Vorerst bietet der neueste Internet Explorer 11 noch seit April 2014 als "Krücke" einen "Enterprise Mode", der das Verhalten des IE8 mit aktuellen Standards emuliert.

IE-Warnung vor veraltetem Java-ActiveX-Control
IE-Warnung vor veraltetem Java-ActiveX-Control
Foto: Microsoft

Vorgestern hatte Microsoft bereits einen weiteren Schritt angekündigt, um seine installierte Browser-Basis zu modernisieren: Ab dem Patch Tuesday für August 2014 wird der Internet Explorer veraltete ActiveX-Controls blockieren, zum Beispiel solche älterer und unsicherer Java-Versionen. Ausgenommen bleiben die Zonen Lokales Intranet und Trusted Sites; Unternehmen können also intern weiterhin ältere Controls einsetzen, wenn sie diese für sicher erachten.