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Microsoft treibt Einigung mit der EU voran

22.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft wird in Kürze den Kartellwächtern der Europäischen Union detaillierte Vorschläge unterbreiten, wie das Unternehmen die auf dem alten Kontinent anhängigen Vorwürfe wegen unlauteren Wettbewerbs aus der Welt zu schaffen gedenkt. Dies berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Der Inhalt des Redmonder Papiers ist noch nicht bekannt, Microsoft selbst wollte die Gerüchte ebesowenig kommentieren wie eine Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti.

Bislang hatte sich der Softwareriese vor allem auf den Standpunkt gestellt, der im vergangenen Jahr mit den US-Behörden ausgehandelte Vergleich decke auch die europäischen Beschwerden in weiten Bereichen mit ab. Die Brüsslere Ermittler stehen indes auf dem Standpunkt, Microsoft müsse stärker auf die hiesigen Verhältnisse zugeschnittene Maßnahmen anbieten. Die europäischen Ermittlungen konzentrieren sich auf eine mögliche unbotmäßige Verquickung von Desktop- und Server-Windows zu Lasten konkurrierender Server-Betriebssysteme sowie das Bundling des Windows Media Player mit dem PC-Betriebssystem. (tc)