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Microsoft-Tool soll Kinderschänder im Internet aufsprüren helfen

08.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft Kanada hat zusammen mit einschlägigen Landesbehörden wie der Royal Canadian Mounted Police und dem Toronto Police Service das Tool "Child Exploitation Tracking System" (CETS) entwickelt. Die Software soll Ermittler darin unterstützen, die im Internet abgefangenen, oft fragmentierten Informationen etwa zu Kinderpornographie in Zusammenhang zu bringen, um so kriminellen Angeboten schneller auf die Spur kommen zu können. CETS ist ein Information-Management-Werkzeug, das auf Microsofts XML- und Web-Services-Techniken basiert und den SharePoint Portal Server sowie die Datenbank SQL Server umfasst. Damit erlaubt es nicht nur den Umgang mit großen Datenvolumen sowie deren Analyse, sondern darüber hinaus ermöglicht es den teilnehmenden Polizeistationen, über die SharePoint-Features Daten auszutauschen und in Beziehung zueinander zu setzen, so dass aus der Gesamtinformation ein schnelleres Verbrechensprofil erstellt werden kann. Microsoft hat zwei Millionen Dollar in die Entwicklung von CETS gesteckt und will weitere zwei Millionen Dollar für die Implementierung des Programms bei der Polizei ausgeben. (ue)