Tablet-PC

Microsoft Surface mit Windows RT im Test

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Apple, Amazon und Google haben schon eins: Jetzt steigt endlich auch Microsoft mit dem Surface in den Tablet-Ring. Der Test zeigt, ob der Letzte damit zum Ersten wird.

Das Surface mit 64 GB Speicher kostet 679 Euro, also 20 Euro weniger als das iPad 4 mit dieser Speichergröße. Außerdem bekommen Sie für diesen Preis beim Surface das Touch Cover dazu - eine Folientastatur, die als Abdeckung fürs Tablet dient.

Sieht aus wie ein Notebook: Surface mit ausgeklapptem Standfuß
Sieht aus wie ein Notebook: Surface mit ausgeklapptem Standfuß

Dieses Tastatur-Cover ist nicht das einzige, was das Surface dem iPad 4 voraushat: Auf der Rückseite besitzt das Microsoft-Tablet einen klappbaren Standfuß. Damit steht es nicht nur stabiler, zum Beispiel beim Filmeschauen, auch das Tippen auf der magnetisch angedockten Tastatur wird einfacher. Allerdings lässt sich der Neigungswinkel des Fuß nicht verstellen. Das macht nicht viel aus, weil der Blickwinkel des Displays sehr großzügig ist, bequemer wäre es schon.

Das Surface reagiert flink - meistens

Auf dem breiten Rand des 10,6 Zoll großen Bildschirms befindet sich unten ein Windows-Symbol, das als Sensortaste wie der Home-Button des iPad funktioniert und Sie auf den Startbildschirm mit der Modern UI ("Metro"-Oberfläche) zurückbringt. Ansonsten steuern Sie das Surface abgesehen von der Lautstärkewippe links und dem Einschaltknopf oben am Gehäuse mit dem Finger: Und das geht extrem flüssig. Beim Wischen durch den Startbildschirm sehen Sie kein Ruckeln, gleiches gilt fürs Blättern durch Fotoalben. Auch der Browser reagiert sehr geschmeidig beim Scrollen und Zoomen, so dass am Surface schon ein wenig iPad-Feeling aufkommt.

Zwar benötigen die meisten Apps rund drei bis fünf Sekunden zum Starten. Bei vielen dauert es sogar noch länger: Allerdings aktualisieren Apps wie Wetter, Sport, Finanzen dabei ihren Inhalt, sodass die Startzeit auch vom Tempo der Onlineverbindung abhängt. Der Lagesensor macht das Bild erst schmaler und dreht es anschließend - das sieht ungelenk aus und keinesfalls so geschmeidig wie auf dem iPad 4. Ansonsten bemerken Sie beim Surface und dem Nvidia-Prozessor Tegra 3 fast nie ein Tempo-Problem: Das Windows-RT-Tablet reagiert im Gegenteil flüssiger als viele Android-Tablets mit demselben Prozessor.