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Online-Werbung

Microsoft streicht hunderte Stellen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Microsoft hat US-Medienberichten zufolge hunderte Stellen im Bereich Internet-Werbung gestrichen.
Der Microsoft-Campus in Redmond aus der Vogelperspektive
Der Microsoft-Campus in Redmond aus der Vogelperspektive
Foto: Microsoft

Einem Bericht der "Seattle Times" zufolge ergingen die meisten Kündigungen in den Bereichen Advertising Sales und Marketing. Die Online-Werbung hat sich für Microsoft nicht so erfolgreich entwickelt wie erhofft; unlängst hatte der Konzern erst 6,2 Milliarden Dollar auf den Zukauf von aQuantive abgeschrieben.

Zuerst hatte das auf den Suchmarkt fokussierte Blog "Search Engine Land" von der Entlassungsrunde berichtet, nachdem es im privaten Blog von Microsofts Digital Marketing Evangelist Mel Carson, der ebenfalls seinen Job verlor, auf entsprechende Hinweise gestoßen war.

Microsoft wertete den Stellenabbau in Stellungnahmen als routinemäßgies Realignment. Produkte wie Windows 8, Xbox und Skype böten weiterhin jede Menge Möglichkeiten für Werbe- und Marketing-Partner.

Unterdessen berichtet "Business Insider" darüber, dass Microsoft (allerdings beileibe nicht als einziges Unternehmen der Branche) seine Belegschaft regelmäßig eine sogenannten Forced oder Stack Ranking unterzieht. Nach dem Vorbild von Management-Guru und Ex-GE-Chef Jack Welch werden dabei regelmäßig Über- und Unter-Performer identifiziert. Experten raten dem Bericht zufolge allerding dazu, Forced Ranking nicht dauerhaft, sondern höchstens drei bis fünf Jahre lang einzusetzen. Microsoft macht das seit 2005 und damit schon deutlich länger.