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Microsoft stellt Speichermanagement-Lösung vor

06.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit einem eigenen Produkt will Microsoft im Markt für das Management von Speichersystemen mitmischen. "Multipath I/O" soll es Windows-2000- und .Net-Servern ermöglichen, mit Speicherumgebungen zu kommunizieren, die aus Komponenten unterschiedlicher Hersteller bestehen.

Microsoft liefert die Lösung als Device-Development-Kit an Dritthersteller wie EMC, Hewlett-Packard, Network Appliance oder Veritas Software aus. Die Technologie erlaubt es, Speichermedien über mehr als einen physikalischen Weg anzusprechen, um so die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit zu erhöhen und eine bessere Fehlertoleranz zu bieten. Dem Hersteller zufolge wird die Technologie auch mit dem gegen Ende dieses Jahres erwarteten "Windows .Net Server 2003" ausgeliefert.

Anders Lofgren, Analyst bei der Giga Information Group, ist nicht überrascht von Microsofts Vorstoß in den Markt für Speichersoftware. Er glaubt, dass sich dadurch Integrationsprobleme in Windows-Umgebung beseitigen lassen. Kritiker bemängeln jedoch, die Lösung funktioniere nur in Windows-Umgebungen. In heterogenen Umgebungen könnten nach wie vor Probleme auftauchen. Über ein Dutzend Hersteller haben bereits angekündigt, dass sie die Microsoft-Technologie in ihre Produkte integrieren werden. (ave)