Preisbrecher

Microsoft stellt Hyper-V fertig

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Microsoft hat früher als geplant "Hyper-V", die Virtualisierungsergänzung zu Windows Server 2008, zum Download bereitgestellt.

Für die meisten Nutzern von Server 2008 ist die Software kostenlos. Sie ist außerdem als Standalone-Produkt als Zugabe zu Server-Hardware unter dem Namen "Hyper-V Server" für 28 Dollar erhältlich. Zum Vergleich: Der Virtualisierungs-Pionier VMware verlangt für seinen "ESX Server" 2995 Dollar und für "ESXi" immer noch 495 Dollar.

Man muss allerdings einräumen, das Hyper-V den VMware-Produkten technisch nicht das Wasser reichen kann. Für weniger anspruchsvolle und Windows-zentrische Anwender reicht die Microsoft-Lösung aber vollkommen aus, sagen unsere US-Kollegen von der "Infoworld" in ihrem Test.

Als größtes Manko werten sie dabei die Tatsache, dass Hyper-V bei der Erzeugung seiner Virtuellen Maschinen normale Windows-Gerätetreiber auch von Drittanbietern verwendet. Das mache die VMs deutlich riskanter als die von VMware.

Bill Laing, Corporate Vice President of Windows Server and Solutions, sieht hier keine ernsten Probleme. Hyper-V unterstütze alle Treiber, die mit Windows Server 2008 funktionierten. Server-Anwender benutzten außerdem viel weniger Geräte und damit auch Treiber als PC-Nutzer von Windows.

Unter Zeitdruck hatte Microsoft im vergangenen Sommer verschiedene geplante Features aus Hyper-V gestrichen. Dazu gehört zum Beispiel die Live-Migration von Virtuellen Maschinen von einem physikalischen Server zum anderen. Diese und andere Verbesserungen sollen laut Laing in Windows Server 2008 R2 nachgereicht werden. Für den gibt es allerdings noch keinen Liefertermin.