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Microsoft steigt bei WS-Choreography wieder aus

20.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach nur zwei Tagen hat Microsoft seine beiden kurzfristig in die WS-Choreography-Arbeitsgruppe des Word Wide Web Consortium (W3C) entsandten Mitarbeiter (Computerwoche online berichtete) bereits wieder abberufen. Allen Brown und Greg Meredith waren am vergangenen Donnerstag in letzter Minute zu der Working Group gestoßen, die Standards für die Interaktion zwischen Web-Services entwickeln will.

Einem Bericht von "Computerwire" zufolge hat der Redmonder Konzern seine Präsenz bei der konstituierenden Sitzung der W3C-Gruppe wohl vornehmlich dazu genutzt, diese davor zu warnen, Microsofts zusammen mit IBM und Bea entwickelter Initiative BPEL4WS (Business Process Execution Language for Web-Services) nicht in die Quere zu kommen. Hinter WS-Choreography stehen Unternehmen wie Sun Microsystems und SAP. Diese sorgen sich, dass Web-Services fragmentiert werden, wenn es nicht gelingt, die Industrie um einen gemeinsamen Choreographie-Standard zu einen. Bei frühen Standards wie SOAP (Simple Object Access Protocol) oder WSDL (Web Services Description Language) war dies noch gelungen. (tc)