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Microsoft steht weiterhin zu Apple

26.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im kommenden Sommer endet das auf fünf Jahre befristete "Technology Agreement" zwischen Microsoft und Apple, das im Zuge einer damaligen stillen Beteiligung von 150 Millionen Dollar der Gates-Company am Mac-Hersteller getroffen wurde. Manche Beobachter fragen sich nun, ob Microsoft nach Auslaufen der Vereinbarung die Konkurrenzplattform (zumindest auf Betriebssystemseite) weiterhin wie gehabt unterstützt - nachzulesen unter anderem in einem aktuellen Artikel von "Cnet".

Computerwoche online hat Kevin Browne, Chef der 160-köpfigen Mac Business Unit, um eine Stellungnahme gebeten und diese prompt erhalten. "Unsere Beziehung mit Apple endet nicht in diesem Sommer - nur das im August 1997 unterzeichnete Technikabkommen. Wir haben ohnehin schon immer mehr getan als dieses Abkommen vorsah - zum Beispiel unsere Produkte auf OS X portiert, in "Mac-first"-Features investiert, Treiber für unsere Mäuse und Tastaturen und Mac-Versionen des MSN Messenger veröffentlicht," schreibt Browne. "Unser Mac-Business läuft aus unserer Sicht gut. Solange es uns gelingt, Produkte zu entwickeln, die unsere Kunden kaufen, machen wir damit weiter. Alle Mitarbeiter der MacBU wollen das. Während ich dies schreibe, arbeiten wir bereits an der nächsten größeren Produktrunde."

Allerdings gibt Gartner-Analyst Michael Silver zu bedenken, dass Brownes Bereich nicht für ganz Microsoft spricht. "Die MacBU-Leute haben Mac-Produkte als Priorität. Für alle anderen Microsoftler sind diese Produkte sekundär. Ein Problem mit Microsofts Organisationsstruktur ist, dass einige Macintosh-Produkte [u.a. die Mac-Version des Windows Media Player, Anm. d. Red.] von anderen Bereichen geliefert werden." (tc)