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Microsoft startet erste Office-Konferenz

03.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat am Stammsitz in Redmond gestern die erste Office System Developer Conference gestartet. Bereits der Name soll signalisieren, dass die Gates-Company das Büropaket nicht mehr nur als reine Applikations-Suite betrachtet, sondern als Entwicklungsplattform. Um dies zu unterstreichen wird Bill Gates höchstpersönlich morgen eine angepasste Version seiner Entwicklungsumgebung vorstellen: "Visual Studio for Office" soll Drittanbieter, Systemhäuser oder Unternehmensentwickler dazu anregen, Office-Applikationen wie Outlook oder Excel in das Frontend ihrer betrieblichen Anwendungen etwa für ERP oder Customer-Relationship-Management zu integrieren. Ein Beispiel dafür gibt Microsoft selbst: Im Rahmen des Projekts "Elixir" soll im Endausbau rund 8000 Vertriebsmitarbeitern der Zugriff auf das CRM-System von Siebel über den Outlook-Client ermöglicht werden.

Mit von der Partie ist auch der CRM-Spezialist Salesforce.com, der seine Applikationen für das Kundenbeziehungs-Management als Hosting-Dienst zur Miete anbietet. Der Application-Service-Provider (ASP) bietet seit letztem Jahr ohnehin schon ein Plug-in an, über das Anwender CRM-Daten in Word, Excel und Outlook importieren können. Bei dem nun vorgestellten "sforce Developer Program for the Microsoft Office System" handelt es sich um ein im Betastadium befindliches Toolkit, das Entwicklern einfache Möglichkeiten an die Hand geben soll, um die Salesforce-Programme aus einer Office-Applikation anzusprechen. (ue)