Cloud-Plattform

Microsoft spendiert Azure ein ordentliches Update

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Microsoft hat seiner Cloud-Computing-Plattform Azure ein großes Update spendiert.

Azure soll damit billiger, einfacher zu verwalten, besser zu skalieren und leichter mit populärer Open-Source-Software zu nutzen sein. "Ars Technica" hat die Neuerungen gewohnt souverän zusammengefasst. Die Kosten für die Datenübertragung wurden gesenkt und die Größe der SQL-Azure-Datenbank bei unverändertem Preis auf 150 Gigabyte verdreifacht. Außerdem wurde das Service-Bus-Pricing vereinfacht. Es tritt zum 1. April 2012 in Kraft, bis dahin bleibt Service Bus kostenlos.

Das neue Management-Portal für SQL Azure kommt im Metro-Design daher.
Das neue Management-Portal für SQL Azure kommt im Metro-Design daher.
Foto: Microsoft

Für die Verwaltung gibt es ein Management-Portal für SQL Azure im Metro-Stil, ein vereinfachtes Billing sowie einen neuen Echtzeit-Usage-Tracker. Die Datenbank ist nicht nur größer, sondern bietet nun auch "SQL Azure Federation". Dahinter verbirgt sich automatisiertes Sharding, sprich die Verteilung von Tabellen oder Datenbanken über mehrere Server. Mehr Details zu den Änderungen finden Interessierte im Azure-Blog von Microsoft.

In Sachen Interoperabilität bemüht Microsoft sich weiterhin, Azure - und als Verlängerung davon auch Windows selbst - möglichst gut mit beliebten Open-Source-Tools zusammenspielen zu lassen. Zusammen mit Joyent hat der Konzern zu node.js beigetragen. Deswegen ist Windows nun eine First-Class-Plattform für die 0.6.x-Stable-Branch von node.js. Microsoft hat außerdem gerade auf Github ein Azure-SDK für node.js veröffentlich, über das node.js-Anwender Zugriff auf Blobs, Tables und Queues erhalten. Das SDK ist auch via npm (node package manager) verfügbar.

Bereits im Oktober hatte Microsoft angekündigt, mit Azure auch Apache Hadoop unterstützen zu wollen. Ausgewählte Kunden haben nun Zugriff auf die erste limitierte Preview von Hadoop.

Ferner arbeitet der Redmonder Konzern mit 10gen daran, den NoSQL-Data-Store MongoDB auf Azure zu hieven. Eine Vorschau von MongoDB, die auf Azure läuft und Azure Storage für Persistenz von Daten nutzt, wurde früher in diesem Monat veröffentlicht. Jetzt gibt es von Microsoft auch Empfehlungen, wie man MongoDB und node.js zusammen auf Azure einsetzen kann.

Last, but not least kommt Microsoft auch Java-Entwicklern entgegen, die Azure verwenden. Das Azure-Plug-in für Eclipse wurde verbessert und unterstützt nun unter anderem entferntes Debuggen von Java-Applikationen, die innerhalb von Azure ablaufen. Microsoft bietet außerdem eine neue Sammlung von Tools an, welche die Nutzung von Apache Solr vereinfachen sollen, der Enterprise-Search-Plattform auf Basis von Apache Lucene. Mehr Details zur Open-Source-Interoperabilitä von Azure finden Interessierte im Open-Source-Blog von Microsoft.