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Microsoft schließt Raubkopien von Updates aus

26.01.2005
Microsoft macht ernst: Updates für Windows 2000 und XP kann ab Mitte 2005 nur noch laden, wer per Active-X-Überprüfung nachweist, dass das Betriebssystem auch korrekt lizenziert ist.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft will ab Mitte 2005 in seinem Download-Center und auf der Windows Update Site prüfen, ob Windows-2000 und -XP-Systeme korrekt lizenziert sind. Ist dies nicht der Fall, werden die Seiten gesperrt. Damit schließt der Hersteller die Anwender von Raubkopien von seinem Download-Angebot aus.

Lediglich über die "Auto-Update"-Funktion werden Sicherheits-Patches auch auf illegalen Kopien eingespielt, sagte David Lazar, Director der Windows Client Group bei Microsoft. Anwender können ihre Windows-Lizenzen bereits seit September 2004 freiwillig im Download-Center überprüfen lassen (Computerwoche.de berichtete). Laut Lazar haben bereits fünf Millionen Nutzer an dem "Windows Genuine Advantage" genannten Programm teilgenommen.

Für Nutzer norwegischer, tschechischer und chinesischer Sprachversionen der Betriebssysteme wird die Lizenzüberprüfung bereits ab dem 7. Februar obligatorisch. Für sie ist die Installation eines Active-X-Controls auf dem Client notwendig. Auf den Microsoft-Servern läuft ein Dienst zur Windows Produktaktivierung, der den Zugang zum Download freigibt, wenn die Überprüfung positiv verläuft. Anwender müssen entweder den Produktschlüssel per Hand in ein Eingabefeld eingeben oder eine Online-Überprüfung ihres Systems zulassen.

Das Verfahren ist nicht neu. Microsoft fahndet auf dem Windows Update Server bereits nach bestimmten Volumenlizenzschlüsseln, die Raubkopierer zum Freischalten von illegalen Windows-Kopien nutzen. (lex)