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Microsoft sagt Real Networks den Kampf an

10.02.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat eine Vorab-Version des "Digital Broadcast Manager" (DBM) vorgestellt. DBM ist eine Erweiterung des bekannten "Windows Media Player". Mit der neuen Technologie soll es möglich sein, Audio- und Video-Daten aus dem Internet auf den privaten Rechner herunterzuladen und dafür auf einer so genannten Pay-per-Use-Basis zu bezahlen. Bei diesem Verfahren entrichtet der Internet-Kunde pro heruntergeladene Audio- oder Videodatei einen bestimmten Obulus.

DBM konvertiert digitale Inhalte in Multimedia-Dateien und stellt zudem sicher, dass nur autorisierte Kunden auf diese Zugriff haben. Mit DBM werden darüber hinaus sowohl Informationen über Kunden als auch über die Produkte festgehalten.

Microsoft hofft, mit der DBM-Erweiterung den Windows Media Player zur Technologie der Wahl für alle Website-Anbieter zu machen, die Multimedia-Inhalte über das WWW vertrieben wollen. Mit dem DBM beziehungsweise Windows Media Player sagt Microsoft dem Rivalen Real Networks den Kampf an. Der DBM soll irgendwann im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen.