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Microsoft rundet die Zune-Familie nach unten ab

04.10.2007
Es geht abwärts mit dem Speicherplatz: Vier beziehungsweise acht GB Flash statt einer Festplatte machen die Zune-Player für neue Käuferschichten interessanter, hofft Microsoft.

In der bislang nur mäßig erfolgreichen Aufholjagd gegen Apples iPod will Microsoft mit neuen Modellen seines Zune-Players seine Position verbessern. Der Software-Konzern kündigte am Dienstag in Redmond eine neue, kleinere Variante seines Zune-Players an, der mit vier oder acht Gigabyte Flash-Speicher ausgestattet ist. Auch der größere Zune-Player mit einer 80-Gigabyte-Festplatte wurde überarbeitet.

Microsoft war im 1. Halbjahr 2007 in den USA der viertgrößte Anbieter von Musik- und Videoplayern mit einem Marktanteil von drei Prozent. Apple führt nach den Zahlen des Marktforschungsunternehmens NPD Group den Markt mit 71 Prozent klar an. "Wenn sie bereit sind, über einen längeren Zeitraum in Marketing für den Zune zu investieren, dann hat Microsoft gute Chancen, auf Platz zwei zu landen", sagte Michael Gartenberg, Analyst von Jupiter Research in New York.

In Deutschland tritt Microsoft bislang nur mit der "Plays for sure"-Allianz zusammen mit Hardware-Partnern wie Creative, Samsung, Trekstor oder iRiver gegen Apple an. Allerdings sind diese Player mit dem Zune-Online-Store nicht kompatibel. Bislang steht nicht fest, ob und wann Microsoft den Zune-Player außerhalb der USA vermarkten wird. (dpa/ajf)