Web

 

Microsoft plant Visual Basic für Web-Programme

16.02.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft will eine neue Version seines Entwicklungswerkzeugs "Visual Basic" auf den Markt bringen. Die inzwischen weltweit meistgenutzte Entwicklungsumgebung erhält unter anderem neue objektorientierte Features und unterstützt XML (Extensible Markup Language). Microsoft setzt darauf, dass unzählige Visual-Basic-Entwickler, die bisher nichts von HTML, Java oder XML wissen wollten, auch in Zeiten von Web-Anwendungsentwicklung und E-Commerce dem Microsoft-Produkt treu bleiben.

Mit der neuen Variante tritt der Softwareriese vor allem gegen die Programmiersprache "Java" von Sun Microsystems an, mit der Anwendungen geschrieben werden können, die dank der verschiedenen Java Virtual Machines auf jedem Betriebssystem laufen - nicht nur auf Windows. Visual Basic wird die neue Script-Sprache "ASP+" (Active Server Pages) einführen, die den Softwarecode schneller in Computerinstruktionen umwandelt als ihr Vorläufer "ASP". Die XML-Unterstützung der neuen Visual-Basic-Variante soll gewährleisten, dass die entsprechenden Web-Applikationen auch mit anderen Programmiermodellen wie "Enterprise Java Beans" oder "Corba" (Component Object Request Broker Architecture) verbunden werden können.