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Microsoft plant 7000 Neueinstellungen und den Verkauf des Webzines "Slate"

26.07.2004

Der Softwareriese Microsoft will im Anfang Juli angebrochenen Geschäftsjahr 2004/05 etwa 6000 bis 7000 neue Mitarbeiter einstellen. Wie das Unternehmen am vergangenen Freitag mitteilte, werden davon vermutlich rund 3000 Menschen im Raum Seattle angeheuert werden, etwas weniger als 3000 sollen im Ausland beschäftigt werden.

Unklar ist indes, wie viele Positionen lediglich ausgetauscht und wie viele erstmals besetzt werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stellte die Gates-Company zwischen 4000 und 5000 neue Mitarbeiter ein, die Zahl der Stellen stieg mit 57.086 unter dem Strich jedoch nur um rund 2000.

Angaben zur Art der geplanten Stellen machte Microsoft nicht. Es wird jedoch erwartet, dass der Softwarekonzern seinen Entwicklungsbereich aufstockt, nachdem der Forschungsetat für das angebrochene Fiskaljahr 2004/05 um vier Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar angehoben wurde.

Wie unterdessen bekannt wurde, verhandelt Microsoft mit einigen Interessenten über den Verkauf seiner Online-Zeitschrift "Slate". Derzeit wird nich ausgeschlossen, dass die Gates-Company eine Kooperation mit dem Käufer plant, damit das Webzine weiter Bestandteil des Portals MSN bleibt. Daneben sei jedoch auch eine komplette Abspaltung nicht ausgeschlossen. Überlegungen, Slate zu schließen, falls die Kaufverhandlungen zu keinem Ergebnis führen, gebe es hingegen nicht. Das 1996 unter der Leitung von US-Starjournalisten Michael Kinsley gestartete Politik- und Kulturmagazin erreicht monatlich rund fünf Millionen Leser, operiert jedoch am Rande der Gewinnzone. Die Einnahmen sollen sich auf etwa fünf bis sechs Millionen Dollar jährlich belaufen. (mb)