Kritik am Konjunkturpaket

Microsoft möchte sich in der Krise antizyklisch verhalten

Wolfgang Sommergut ist Betreiber der Online-Publikation WindowsPro.
Das Softwareunternehmen kündigte hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung an. Außerdem habe man die Ausstellungsfläche auf der CeBIT vergrößert. Achim Berg kritisierte die IT-Investitionen des Konjunkturpakets.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Achim Berg, unterstrich auf seiner CeBIT-Pressekonferenz die Verantwortung seines Unternehmens, in Zeiten der Wirtschaftkrise mit Investitionen gegen den Abwärtstrend anzukämpfen. Zwar baut der nach wie vor hoch profitable Konzern weltweit 5000 Stellen ab, möchte aber bei seinen Ausgaben für Forschung und Entwicklung nicht sparen und gibt im laufenden Geschäftsjahr dafür 9 Milliarden Dollar aus. Damit werde das Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Auch bei den CeBIT-Aktivitäten setzt Microsoft auf Expansion. Laut Berg habe die Softwarefirma in diesem Jahr die Ausstellungsfläche erweitert. Der Geschäftsführer bezeichnete die CeBIT als Leitveranstaltung für sein Unternehmen in Deutschland. Ihr Nutzen hänge für ihn nicht davon ab, wie viele Aussteller präsent seien.

Berg zeigte sich überzeugt, dass das Konjunkturpaket der Bundesregierung die Wirtschaft ankurbeln werde. Allerdings vertrat er den Standpunkt, dass die für ITK vorgesehenen Ausgaben in Höhe von 18 Milliarden Euro nicht richtig verteilt würden. Vor allem Investitionen in digitale Klassenzimmer, eHealth und eGovernment kämen zu kurz. Außerdem müssten Rechenzentren modernisiert werden. Wenn man Geld nur für Schulgebäude, Turnhallen und Beton ausgebe, dann "haben wir in einigen Jahren dichte Dächer, aber hohle Köpfe".