Internet Explorer

Microsoft macht kritische Sicherheitslücke dicht

17.12.2008
Uli Ries ist freier Journalist in München.
Anzeige  Heute Abend will Microsoft einen außerplanmäßigen Patch für alle Internet-Explorer-Versionen veröffentlichen. Das Update soll die zuletzt immer stärker gewordenen Attacken stoppen, die eine vor knapp zwei Wochen aufgetauchte Lücke angreifen.
Abgedichtet: Microsoft schließt die vor zwei Wochen bekannt gewordene Lücke im Internet Explorer.
Abgedichtet: Microsoft schließt die vor zwei Wochen bekannt gewordene Lücke im Internet Explorer.
Foto:

Microsoft hat eine offizielle Ankündigung veröffentlicht, dass das Unternehmen heute einen als „kritisch“ eingestuften Patch für den Internet Explorer bereit stellen will. Eine genaue Uhrzeit nennt das Security Bulletin zwar nicht, aber in diversen Microsoft-Blogs, unter anderem hier, ist von 19.00 Uhr hiesiger Zeit (10.00 Uhr Ortszeit in Redmond) die Rede. Das Update soll für sämtliche Versionen des Internet Explorers und auch für alle Windonws-Varianten gültig sein.

Der Patch erscheint außerplanmäßig, an sich ist Microsofts Patchday am zweiten Dienstag im Monat, und soll eine Lücke schließen, die vor zwei Wochen bekannt und die in den letzten Tagen verstärkt angegriffen wurde. Zuletzt entdeckten Sicherheitsexperten auf der ganzen Welt automatisierte SQL-Injections, mit denen die Angreifer den Schadcode, der Malware auf den PC des Websurfers schiebt, auch in legitime Webseiten einpflanzten. Dies erhöhte das Risiko für Anwender des IE immens, da sie ihren PC schon durch den simplen Aufruf einer solchermaßen manipulierten Website infizieren konnten (Drive by Infection). Einer technischen Erläuterung von Microsoft zufolge, zielten die im Internet entdeckten Attacken auf IE 7 unter Windows XP SP2 und SP3, Windows Server 2003 SP1 und SP2, Windows Vista SP1 sowie Windows Server 2008.

Das IE-Update ist bereits das zweite außerplanmäßige Update innerhalb weniger Wochen: Im Oktober war Microsoft genötigt, einen Notfall-Patch für Windows zu veröffentlichen, um einem drohenden Wurmausbruch zuvor zu kommen.