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Microsoft liefert Windows-Quellen an Russland

21.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Russland ist der erste Staat, der im Rahmen des vergangene Woche angekündigten Government Security Programm (GSP) (Computerwoche online berichtete) Einsicht in den Sourcecode von Windows nehmen kann. In Moskau schloss die FAPSI (Federal´naya Agenstvo Pravitel´stvennoy Svayazi i Informatsii), eine Abteilung des aus dem KGB hervorgegangenen Geheimdienst FSB, entsprechende Verträge mit Microsoft.

Russland will Windows unter anderem in Finanz- und Verteidigungsbehörden einsetzen. Gemeinsam mit Microsoft soll das System den Bedürfnissen der Verwaltung angepasst werden. Der Behörde die Quellen zur Verfügung zu stellen, könnte auch dazu beitragen, die Softwarepiraterie in Russland einzudämmen, glaubt Olga Dergunova, Chefin der Moskauer Microsoft-Vertretung. (lex)