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Microsoft legt Patentklage von AT&T bei

08.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat eine Patentklage von AT&T durch Zahlung einer unbekannten Summe außergerichtlich beigelegt. Der Telco-Konzern hatte den Softwareriesen im Mai 2001 bezichtigt, er habe von AT&T-Mitarbeitern ersonnene und bereits 1984 patentierte Technik zur Kompression von Sprachdaten in seine Videokonferenz-Software "Netmeeting" sowie bestimmte Windows-Versionen und andere Produkte übernommen. AT&T hatte Microsoft zuvor eine Lizenzierung der Technik angeboten, die Redmonder lehnten dieses Ansinnen jedoch ab.

Über die Details der Übereinkunft wurde Stillschweigen vereinbart. Ein Teilaspekt wurde nach Angaben von AT&T noch nicht geklärt und werde erneut vor einem Berufungsgericht verhandelt werden, woraus weitere Zahlungen von Microsoft resultieren könnten. Erst im November vergangenen Jahres musste Microsoft gut 60 Millionen Dollar an Imagexpo zahlen, weil es dessen Whiteboard-Technik unerlaubt in Netmeeting übernommen hatte (Computerwoche.de berichtete). (tc)