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Microsoft: Kunden zahlen künftig nach CPUs

13.06.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft wird für seine kommende E-Commerce-Software "DNA 2000" ein neues Preismodell einführen. Bislang hatte der Softwareriese seine Kunden stets nach der Anzahl der Benutzer zur Kasse gebeten, eine in Zeiten von Internet-Technik kaum praktikable Lösung. Wie auch bei der Konkurrenz sollen Anwender künftig nach Zahl der CPUs zahlen, auf denen die Software läuft - so praktizieren es beispielsweise auch Oracle und IBM mit ihren jeweiligen Datenbanken. "Unser altes Modell hat nicht getaugt, und die Kunden waren sauer deswegen", gesteht Group Manager Barry Goffe. "Weil unsere neuen Produkte für den Bau von Internet-Anwendungen gedacht sind, mussten wir ein Lizenz- und Preismodell wählen, das ganz sicher funktioniert."

Von der neuen Regelung ausgenommen ist einzig die Datenbank SQL Server. Bei dieser haben die Kunden die Wahl zwischen der alten und neuen Preisstruktur. Änderungen gibt es dennoch: Die "Standard"-Version von SQL Server wird um rund zehn Prozent billiger als bisher, die deutlich leistungsfähigere "Enterprise Edition" (unter anderem mit Verteilung einer Datenbank über mehrere Server hinweg) kostet fast 5o Prozent mehr als bisher.