Azure App Service

Microsoft kündigt neuen Azure-Service für App-Entwickler an

Malte Jeschke war bis März 2016 Leitender Redakteur bei TecChannel. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit professionellen Drucklösungen und deren Einbindung in Netzwerke. Daneben gehört seit Anbeginn sein Interesse mobilen Rechnern und Windows-Betriebssystemen. Dank kaufmännischer Herkunft sind ihm Unternehmensanwendungen nicht fremd. Vor dem Start seiner journalistischen Laufbahn realisierte er unter anderem für Großunternehmen IT-Projekte.
Der neue Service aus Microsofts Azure-Plattform soll es für Entwickler einfacher machen, Anwendungen für verschiedene Plattformen, hybride Infrastrukturen und unterschiedliche Gerätetypen zu entwickeln.

In einem Blogbeitrag stellt Bill Staples, seines Zeichens Corporate Vice President, App Platform, Microsoft Azure, den neuen Cloud-Dienst vor.

Unter Azure App Service vereinigt Microsoft künftig die Funktionalitäten von Azure Websites, Azure Mobile Services sowie Azure BizTalk Services. Der Azure App Service bietet für Entwickler wichtige Funktionen wie Backup, Staging, Roll-Back und Testmöglichkeiten. Die Verbindung zu lokalen On-Premise-Infrastrukturen kann beispielsweise über VPN hergestellt werden. Microsoft unterscheidet innerhalb des Azure App Service unterschiedliche Arten von Anwendungen.

Die so genannten Web Apps gestatten es Websites und Web Apps aus der Cloud anzubieten. Bestehende Kunden, die dies bislang über Azure Websites abgebildet haben, können die vorhandenen Apps ohne Änderungen weiter nutzen. Dies gilt ebenfalls für die hierfür genutzten SLAs. Laut Microsoft ändert sich auch preislich für die Kunden nichts, der bisherige "Web Hosting Plan" heißt nun "App Hosting Plan" und erlaubt die Nutzung aller unterstützten App-Varianten (Mobile, Logic und API Apps).

Bei den Mobile Apps stehen den Entwickler SDKs für die Betriebssysteme Windows, iOS und Android zur Verfügung. Ebenso wird die Plattform-übergreifende App-Entwicklung mit Systemen wie Xamarin unterstützt. Mit dem nun vorgestellten Azure App Service spendiert Microsoft den Mobile Apps neue Funktionen wie etwa bessere Skalierung.

Die Logic Apps dienen dazu Arbeitsabläufe und Prozesse abzubilden, hierzu steht Entwicklern ein grafisches Tool zur Verfügung. Mit den Logic App lassen sich Daten und Dienste unterschiedlicher Anwendungen wie etwa SalesForce, Dropbox oder Office 365 miteinander verknüpfen.

Last but not least bleiben die API Apps. Damit können Anwender und Entwickler ihre Schnittstellen und Konnektoren zu SaaS-Anwendungen in der Cloud verwalten. So können Anwender entsprechende vorhandene Konnektoren aus einer Bibliothek auswählen oder auch eigene APIs dort zur Verfügung stellen.

Der Azure App Service soll ab sofort verfügbar sein. Der Vorabstatus "Public Preview" gilt noch für die App-Typen Mobile, Logic und API. In der im Februar vorgestellten öffentlichen Roadmap für Cloud-Funktionen ist der Dienst aktuell noch nicht gelistet. (mje)