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Microsoft kündigt Entwicklungs-Tools für Yukon und Longhorn an

30.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat auf der Entwicklerkonferenz VSLife in New York Development-Werkzeuge für den SQL-Server-Nachfolger "Yukon" und das künftige Windows, Codename "Longhorn", angekündigt. Laut Eric Rudder, Senior Vice President der Server-Abteilung, ist unter der Bezeichnung "Whidbey" ein Add-on für "Visual Studio .NET" geplant, das auf die Datenbank Yukon zugeschnitten werden soll. Es kommt voraussichtlich zeitgleich mit Yukon in der zweiten Jahreshälfte 2004 auf den Markt.

Der Windows-XP-Nachfolger Longhorn wird Rudder zufolge erst mit einem neuen Release von Visual Studio .NET unterstützt. Es wird unter dem Codenamen "Orcas" entwickelt und laut Rudder Anfang 2005 zur Verfügung stehen.

Whidbey soll laut Microsoft vor allem die Verteilung individueller Unternehmensanwendungen komfortabler machen. Unter anderem ist geplant, die Entwicklung mit ASP .NET zu vereinfachen. Demnach soll künftig zur Erstellung einzelner Funktionen in Applikationen weniger Code benötigt werden. Außerdem sind Tools vorgesehen, mit denen sich für die Version 1.1 des .NET-Framework geschriebene Anwendungen ohne Verluste auf 64-Bit-Umgebungen portierten lassen. Unterstützt wird ferner die Anwendungsentwicklung für die Betriebssysteme Windows CE, Pocket PC und Smartphone.

Orcas wird speziell auf die so genannten Managed-Services von Longhorn zugeschnitten, sagte Rudder. Dabei ständen die integrierten Sicherheitsfunktionen im Vordergrund. Außerdem sollen sich mit dem Entwicklungs-Tool Web-Services erstellen lassen, über die sich auch Systeme anbinden lassen, die nicht mit Windows betrieben werden. Laut Microsoft sind Server- und Desktop-Versionen des Visual-Studio-.NET-Nachfolgers geplant.

Über das Microsoft Visual Studio Industry Partner Program erhalten laut Hersteller Entwickler nun kostenlosen Zugang zum Quellcode von Schnittstellen. Bislang hatten die Partner dafür 10.000 Dollar jährlich zu zahlen. (lex)