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Microsoft: Kartellklage von Go abgewiesen

03.07.2006
Microsoft ist eine lästige Kartellklage los, die der Gründer der nicht mehr existenten Pen-Computing-Firma Go Computing Anfang letztes Jahres angestrengt hatte.

Die Vorwürfe von Jerrold Kaplan reichen allerdings viel weiter zurück, nämlich fast 20 Jahre. Daher nützt es Kaplan auch wenig, dass ihm Bezirksrichter Frederick Motz die Option einräumte, eine neue Klage einzureichen, deren Schadenersatzansprüche höchstens vier Jahre vor die Klageerhebung zurückdatieren. Die Klage vom letzten Jahr wies Motz ab.

Microsofts Generaljustiziar Tom Burt äußerte sich angesichts dessen erfreut: "Dieser Fall hätte niemals gegen Microsoft aufgebracht werden dürfen, und wir sind daher zufrieden, dass er vom Gericht bereits in dieser frühen Phase abgewiesen wurde."

Kaplan hatte dem Redmonder Konzern vorgeworfen, er habe Gos Einstieg in den Markt für PC-Betriebssysteme zu verhindern versucht. Microsoft habe außerdem Technik von Go gestohlen, Intel (das in Go investiert hatte) bedroht und PC-Bauer wie Compaq, Fujitsu, Toshiba und andere mit "Incentives und Drohungen" dazu bewogen, Gos Betriebssystem nicht zu verwenden.

Eine ähnliche Klage hat Go auch noch vor einem Gericht des US-Bundesstaats Kalifornien laufen. Microsoft erwartet auch hier eine Abweisung.

In den meisten der fundierteren Kartellklagen hatte sich Microsoft bereits mit den Klägern verglichen. Einzig eine Klage von Novell bezüglich WordPerfect ist noch anhängig. (tc)