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Interoperabilität

Microsoft hilft Node.js auf Windows

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Der Entwicklerliebling Node.js läuft bald auf als .exe auf Microsoft Windows und der Cloud-Plattform Azure.

Dazu arbeitet Microsoft mit dem Cloud-Anbieter Joyent zusammen, der Arbeitgeber von Node.js-Entwickler Ryan Dahl ist. Auch Rackspace hilft eine Meldung des "Register" zufolge bei der Portierung. Die resultierende Node.exe soll dann nicht nur auf Azure, sondern auch dem guten alten Windows Server ab vermutlich Version 2003 laufen. Das erfordere einen nicht unerheblichen Eingriff in die Kernstruktur, heißt es im Node-Blog, daher freue man sich über die offizielle Unterstützung seitens Microsoft.

Node.js ist eine bei Web-Entwicklern zunehmend beliebte Plattform, die JavaScript-Programmierung auf die Server Side verlagert. Konkret handelt es sich um ein eventgetriebenes I/O-Framework auf Basis der "V8"-Engine aus Googles Browser "Chrome". Mit Node.js läuft der JavaScript-Code nicht im Browser, sondern auf dem Server ab; das Projekt zielt auf Echtzeit-Web-Anwendungen ab. Ursprünglich wurde Node für Linux- System entwickelt. Eine Anpassung an Windows ist zwar auch jetzt schon möglich, aber nicht ganz trivial.

Microsoft hat schon in der Vergangenheit mit Open-Source-Projekten wie PHP und MySQL am Tuning für Windows zusammengearbeitet und mit Hilfe von Soyatech Eclipse-Plug-ins für Visual Studio und Silverlight erstellt. Azure positioniert der Konzern ganz ausdrücklich auch als Cloud-Basis für quelloffene Projekte, allerdings hat es damit keinen leichten Stand gegen die schon länger etablierten Amazon Web Services (AWS).