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Nun dürfen auch andere Browser eingesetzt werden

Microsoft hat Verträge mit ISPs geändert

03.03.1998
Von md 
Nun dürfen auch andere Browser eingesetzt werden

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Still und leise hat Microsoft Ende letzter Woche die Abkommen mit rund einem Dutzend Internet-Service-Providern (ISPs)in den USA und 30 in Europa modifiziert. Die ISPs dürfen ihren Kunden nun andere Browser als das Microsoft-Produkt „Internet Explorer 4.0" (IE 4.0) anbieten. Bislang waren die Betreiber dazu angehalten worden, ihren Kunden nur den Explorer als Zugangssoftware für das Internet zur Verfügung zu stellen. Lediglich auf ausdrücklichen Kundenwunsch kam ein Konkurrenzprodukt zum Einsatz. Nun dürfen auch andere Browser offeriert werden, „nicht aber in einem größeren Maße als der IE 4.0", so der Microsoft-Sprecher Erin Brewer. Anstoß für die Änderung seien in erster Linie die Ermittlungen der europäischen Kommission gewesen, so Brewer weiter. Erst vor kurzem waren führende amerikanische ISPs wie America Online, MCI Communications Corp. und Sprint vom Justizministerium und in einigen Fällen von Staatsanwälten verschiedener Bundesstaaten, die in Sachen Microsoft ermitteln, vorgeladen worden.