Open-Source-Tools für Entwickler

Microsoft glaubt an autonome Drohnen und Roboter

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Microsoft will die Entwicklung von autonomen Robotern, Drohnen und anderen Vehikel vorantreiben und stellt deshalb Entwicklern entsprechende Tools als Open-Source-Projekt zur Verfügung.

Microsoft glaubt fest, dass in naher Zukunft autonome Roboter den Menschen sowohl in der Arbeitswelt als auch im Alltag unterstützen werden. Doch der Weg bis dahin ist noch weit. Um diese Vision zu beschleunigen hat Microsoft Research mit Aerial Informatics and Robotics Platform eine entsprechende Entwicklungsumgebung geschaffen. Auf dieser Plattform stellt der Softwarespezialist ein Set an Open-Source-Tools parat.

Die Plattform richtet sich in erster Line an Entwickler, die damit Programme etwa auf den Plattformen DJI und MavLink für autonome Roboter oder Drohnen entwickeln können. Darüber hinaus bietet die Plattform die Möglichkeit, die mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgestatteten Lösungen in einer simulierten virtuellen Umgebung zu testen. Mit diesen gesammelten Daten lassen sich diese System weiter verfeinern beziehungsweise ihre erworbenen Fähigkeiten weiter trainieren.

Gleichzeitig will Microsoft mit dieser Open-Source-Offerte die Standarisierung von Schnittstellen und Protokollen für autonom agierende Systeme in die entsprechende Richtung vorantreiben.

Laut Microsoft kann der Simulator der neuen Aerial Informatics and Robotics Platform durch modifizierte Grafikhardware, Rechenleistung und Algorithmen auch kleine Details wie Schatten und Reflektionen darstellen. Mit diesen Simulationen extrem realistischer Bedingungen lassen sich sichere und preiswerte Testumgebungen für autonome Systeme aufbauen.

Neben autonomen Systemen arbeitet der Softwareriese auch an künstlicher Intelligenz, die unterschiedliche Sprachen inklusive entsprechender Dialekte erkennt, mögliche Umgebungsstörgeräusche rausfiltert sowie Texte, Bilder und Videos maschinell unter Vorgabe bestimmter Richtlinien auf kritische Inhalte untersucht. Diese Möglichkeiten hat Microsoft in den drei Cognitive Services APIs Custom Speech Service, Content Moderator und Bing Speech API, die vor kurzem vorgestellt wurden, gebündelt. Diese Tools können Entwickler auch für die Integration von künstlicher Intelligenz in eigenen Anwendungen nutzen.

Bei den Microsoft Cognitive Services handelt es sich um eine Sammlung von Diensten, die die Integration von Sprach-, visueller oder Stimmungserkennung sowie Sprachverständnis in Apps ermöglichen.