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Microsoft gewinnt Großaufträge der öffentlichen Hand in Großbritannien

29.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zwei britische Behörden haben großvolumige Enterprise Agreements mit Microsoft abgeschlossen. Demnach werden HM Revenue & Customs (HMRC) sowie die Arbeitsbehörde Department for Work and Pensions (DWP) zusammen insgesamt 230.000 Desktop-Systeme mit Microsoft-Produkten ausstatten.

HMRC-Direktor Mark Forth zufolge hätte in erster Linie das Einsparpotenzial für den Deal mit Microsoft gesprochen. Sparen könnten die Behörden durch die effizientere Verwaltung einer standardisierten IT-Landschaft sowie durch Rabatte im Rahmen der gemeinsamen Beschaffung. Die Finanzbehörde wird auf ihren knapp über 100.000 Desktop-Rechnern die ganze Palette des Microsoft-Portfolios einsetzen, von Windows und Office im Frontend bis hin zum Sharepoint- und System-Management-Server sowie Exchange im Backend.

Für Kenny Robertson, Service-Director bei DWP, ist der Deal mit Microsoft die logische Fortsetzung der schon seit Jahren eingeschlagenen Windows-Strategie. So sollen in den nächsten Monaten alle 130.000 Desktop-Systeme auf Windows XP umgestellt werden. Allerdings steht die Migration der Behörde unter keinem guten Stern. Ende vergangenen Jahres hatte der Fehler eines Servicemitarbeiters von EDS tausende von Rechnern der Behörde lahm gelegt (siehe: Windows-Panne legt britische Behörde lahm). Ein Windows-Update, das ursprünglich nur für eine begrenzte Zahl von Systemen vorgesehen war, verbreitete sich unkontrolliert im Netz und soll dabei bis zu 80 Prozent der Systeme ausgeschaltet haben. (ba)