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Microsoft-Forscher entwickeln "Community .NET Server"

31.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft arbeitet an einem "Community .NET Server", sagte ein Mitglied der im kalifornischen Mountain View angesiedelten Entwicklungsabteilung. Die Software soll Anwendern die Navigation in Usenet-Newsgroups erleichtern. Nach Angaben des Microsoft-Forschers Marc Smith könnten die Funktionen auch auf E-Mail-Anwendungen übertragen werden.

Das Usenet existierte bereits vor dem grafischen World Wide Web und ist eine verteilte Datenbank, die unzählige Diskussionsforen, so genannte Newsgroups, enthält, auf die Anwender via Newsreader zugreifen können. Microsoft hat Newsreader-Funktionen bislang in den Mail-Client Outlook Express integriert. Nach der Verbindung zum News-Server werden die einzelnen Gruppen in der Regel alphabetisch sortiert angezeigt. Darüber hinaus erfährt der Nutzer, wie viele Beiträge in den einzelnen Gruppen zur Verfügung stehen sowie unter welchem Anwendernamen ein Beitrag verfasst wurde und wie alt die Artikel sind.

Der Community .NET Server soll einen detaillierten Blick auf die Newsgroups bieten. Außerdem ermöglichen neue Funktionen das Ausfiltern von Spam und die Suche nach Inhalten unabhängig davon, ob sie in einer themenbezogenen Gruppe abgespeichert wurden. Um die Funktionen zur Verfügung zu stellen, werden die Newsgroups laut Smith in eine SQL-Datenbank geladen und analysiert.

Es ist noch nicht geklärt, ob und wann die Funktionen in neue Produkte wie zum Beispiel einen Outlook-Nachfolger eingebunden werden. Dazu müsse die Microsoft-Forschungsabteilung erst die einzelnen Produkt-Teams überzeugen, sagte Smith. (lex)