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Microsoft erläutert Exchange-Roadmap

21.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Exchange wird nicht zur großen Collaboration-Plattform ausgebaut, wie es ursprünglich von Microsoft verkündet wurde. Stattdessen will man sich in Redmond wieder stärker auf die Messaging-Wurzeln des Servers konzentrieren und ihn in den Bereichen Betriebskosten, Sicherheit und Client-Optionen ausbauen. Umfassende Team-Arbeit soll dagegen erst im Zusammenspiel mit anderen Server-Produkten und Services von Microsoft möglich werden.

Das als "Exchange 12" bezeichnete und nach wie vor nicht terminierte Upgrade wird weiterhin mit der Jet-Engine als Datenbank arbeiten, vom Tisch ist das Vorhaben, diese gegen den SQL Server auszutauschen. Und vom Einbau des zukünftigen Dateisystems "WinFS" ist ohnehin vorerst keine Rede mehr. Konkret sind für dieses Jahr eine Reihe von Exchange-Tools geplant, etwa zur Analyse des Speicherbedarfs oder für das Troubleshooting von SMTP-Konfigurationen. In Microsofts System-Management-Produkt "Operations Manager 2005" soll rin Werkzeug mit der Bezeichnung "Exchange Best Practices Analyzer" integriert werden. Mit dem Service Pack 2 kommen zusätzliche Funktionen für mobile Anwender, die Unterstützung der Anti-Spam-Technik SenderID sowie Verbesserungen der Ordnerverwaltung. Das Upgrade selbst, mit dem man in diesem Jahr wohl nicht mehr rechnen kann, soll die Administration mit neuen Scripting-Features und einer überarbeiteten Benutzeroberfläche erleichtern. Geplant sind auch weitere Web-Services-APIs, 64-Bit-Support sowie ein kontinuierliches Backup über neue Replikationsfunktionen. (ue)