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Microsoft entwickelt neue Peer-to-Peer-Technologie

17.01.2001
Die Gates-Company forscht derzeit an einem Peer-to-Peer-Projekt mit dem Codenamen "Farsite", das für große Organisationen ausgelegt ist. Ob es Realität werden wird, ist allerdings noch unklar.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Softwarekonzern Microsoft forscht an einer Systemarchitektur, in der Server für die Datenhaltung entbehrlich werden sollen. Das Peer-to-Peer-(P-to-P-)Projekt mit dem Codenamen "Farsite" ist für den Einsatz in großen Organisationen ausgelegt.

Bei Farsite ("Federated, Available and Reliable Storage for an Incompletely Trusted Environment") handelt es sich nach Microsoft-Angaben um ein "symbiotisches", Server-loses und verteiltes File-System, welches von der Prämisse ausgeht, dass sich nicht alle angeschlossenen Beteiligten gegenseitig vertrauen können. Dabei erzeugen die Desktop-Clients ein virtuelles Verzeichnis, auf das von jedem Rechner aus zugegriffen werden kann. Das System weist den Nutzern einen Weg zu Dateien, deren Kopien wegen des fehlenden Vertrauens verschlüsselt auf verschiedenen Clients abgelegt wurden. Herkömmliche Server haben bei diesem Prinzip ausgespielt.

Als Anwender gehen die Entwickler von Konzernen oder großen Organisationen aus, die rund 100 000 Desktops im Einsatz haben. Gerade in derartigen Dimensionen seien Server teuer, anfällig und müssten ständig administriert werden. Das Farsite-System hingegen soll sich selbst an die jeweiligen Erfordernisse anpassen. Ob das Projekt jemals über den Forschungsstatus hinauskommt, ist derzeit noch nicht klar.