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Microsoft entschädigt US-Kunden für überhöhte Preise

02.07.2004

Im US-Bundesstaat Minnesota hat Microsoft eine weitere Sammelklage von Kunden gütlich beigelegt. Der US-Konzern willigte ein, fünf Millionen Dollar in bar und rund 177 Millionen Dollar in Form von Gutscheinen zu bezahlen. Damit sollen Käufer entschädigt werden, die in der Vergangenheit für Microsoft-Betriebssysteme und -Anwendungen überhöhte Preise bezahlt haben. Die rechtliche Grundlage dafür lieferte der spektakuläre US-Kartellprozess, in dem Microsoft für schuldig befunden wurde, seine Monopolstellung im Markt für Desktop-Betriebssysteme missbraucht zu haben. Anspruch auf die Gutscheine haben Kunden, die im Zeitraum zwischen Mai 1994 und März 2003 Microsoft-Produkte erworben haben. Die Parteien hatten sich bereits im April geeinigt, ein Bezirksgericht in Minnesota genehmigte nun den Vergleich.

Microsoft hat bereits 14 ähnliche Fälle in den USA außergerichtlich beigelegt. Wegen überhöhter Preise sind derzeit noch weitere Sammelklagen in anderen US-Bundesstaaten abhängig, wie Microsoft-Sprecherin Stacy Drake bestätigte. Dazu gehören Nebraska, New Mexico, Wisconsin, Iowa und New York.

Im EU-Kartellverfahren hat Microsoft unterdessen die von der Kommission verhängte Geldbuße in Höhe von 497 Millionen Euro bezahlt. Zuvor hatten die europäischen Kartellwächter die gegen den Hersteller verhängten Auflagen vorläufig ausgesetzt. (wh)