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Microsoft denkt über Source-Code-Freigabe für Entwicklungs-Tool nach

08.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Microsoft-Verantwortlichen prüfen offenbar, Quellcode von "Windows Forms" freizugeben. Das Programmiermodell wird im Rahmen von Visual Studio dazu verwendet, User-Interfaces für Windows-Applikationen zu entwickeln. Quelle der Spekulationen sind Äußerungen von Microsofts Entwicklungs-Manager Shawn Burke in seinem Web-Blog. Er betonte jedoch, es seien noch keine Entscheidungen gefallen. So müssten noch gesetzliche Regelungen sowie Sicherheits- und Kostenaspekte überdacht werden. Außerdem fänden derartige Pläne meist nicht allgemeine Unterstützung im Hauptquartier des weltgrößten Softwarekonzerns. Jedoch gebe es auch in anderen Bereichen einige Entwicklungs-Teams, die an Source-Code-Freigaben arbeiteten, ließ Burke durchblicken.

Jason Matusow, Leiter des Shared-Source-Program bei Microsoft bestätigte, dass es Überlegungen gebe, einige Produkte in das Programm aufzunehmen. Allerdings müssten zuvor Punkte wie Kompatibilität und Interoperabilität geklärt werden. Ferner habe Microsoft auf die Balance zwischen Open Source und proprietärem Quellcode zu achten. (ba)