Code/Conference

Microsoft demonstriert Fast-Echtzeit-Übersetzung in Skype

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Microsoft hat auf der Technologiekonferenz Code vorgeführt, wie Skype-Telefonate künftig quasi in Echtzeit übersetzt werden sollen.
Satya Nadella auf der Code/Conference 2014
Satya Nadella auf der Code/Conference 2014
Foto: Re/Code / Asa Mathat

Im Rahmen eines mehr als einstündigen Gesprächs von Microsoft-Chef Satya Nadella mit den "Re/code"-Journalisten Kara Swisher und Walt Mossberg kam auch Gurdeep Pall auf die Bühne, der bei Microsoft als Corporate Vice President für Skype und Lync verantwortlich zeichnet. Pall demonstrierte (im Skype-Call mit Diana Heinrich aus der deutschen Microsoft-Pressestelle), wie die neue Technik "Skype Translator" in nahezu Echtzeit zwischen Englisch und Deutsch übersetzte.

Diana @microsoftpresse Heinrichs übernahm in der Skype-Translator-Demo den deutschen Part.
Diana @microsoftpresse Heinrichs übernahm in der Skype-Translator-Demo den deutschen Part.

Skype Translator basiert einem Blogpost von Pall zufolge auf Sprach- und Instant-Messaging-Technik von Skype im Zusammenspiel mit Microsoft Translator und Spracherkennung auf Basis eines neuralen Netzes. Die Entwicklung sei ein Paradebeispiel dafür, warum Microsoft in Grundlagenforschung investiere, schreibt der Skype-Manager - der Konzern forsche seit mehr als zehn Jahren an Spracherkennung, automatischer Übersetzung und maschinellem Lernen; jetzt kristallisierten sich diese Techniken als Schlüsselkomponenten einer persönlicheren Computing-Ära heraus.

Microsoft will Skype Translator noch in diesem Jahr herausbringen, zunächst in einer Beta-Version für Windows 8 (sprich Modern UI). Google bietet schon seit dem Jahr 2011 die automatisierte Übersetzung von Telefongesprächen über den "Conversation Mode" seiner Translator-App für Android an.

Satya Nadella verfolgt gespannt die Skype-Translator-Demo auf der Code/Conference 2014.
Satya Nadella verfolgt gespannt die Skype-Translator-Demo auf der Code/Conference 2014.
Foto: Re/Code / Asa Mathat

Der neue Microsoft-Chef Nadella hatte darüber hinaus aber natürlich noch eine Menge mehr zu sagen. Zum Beispiel, dass wir aus seiner Sicht gerade in eine "Post-Post-PC-Ära" eintreten, dass die Zukunft von Microsoft in Plattformen und Software für Produktivität liege, dass die Software und Services von Microsoft auf allen Geräte verfügbar sein müssten und dass Microsoft sein Geschäft mit der Suche nicht an Yahoo verkaufen werde.