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Microsoft bringt versehentlich Nimda-Virus in Umlauf

17.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Peinlich, peinlich: Microsoft hat die koreanische Sprachversion seiner neuen Entwicklungsumgebung "Visual Studio .Net" versehentlich mit einer komprimierten Hilfedatei ausgeliefert, die mit dem "Nimda"-Virus infiziert ist. Ein entsprechender Patch wurde Ende letzter Woche veröffentlicht. Obwohl rund 50.000 ausgelieferte Programmversionen betroffen sind, wurden nach Angaben des Produkt-Managers Christopher Flores bislang keine Infektionen bekannt. Die betroffene Datei wird von Visual Studio .Net glücklicherweise nicht direkt verwendet.

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Ursache für das Problem war offenbar eine Unachtsamkeit beim für die Lokalisierung zuständigen koreanischen Dienstleister. Dieser habe offenbar "zu viel Vertrauen in seinen Build-Prozess" gehabt, so Flores. Dieser sei mittlerweile korrigiert worden. Die US-Version von Visual Studio .Net erschien am 13. Februar, die übrigen Sprachversionen folgten rund sechs Wochen später. Die koreanische Version macht Flores zufolge nur rund ein Prozent der gesamten Verkäufe aus. (tc)