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Microsoft bringt Mäuse mit horizontalem Scrolling

06.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Am 3. September bringt Microsoft weltweit drei neue Mäuse (eine verkabelt, zwei drahtlos) mit einem neuartigen Scroll-Rad auf den Markt. Dieses verwendet die "Tilt Wheel Technology", die durch Kippen des Rades zur Seite neben dem gewohnten Auf- und Ab- zusätzlich ein horizontales Scrollen ermöglicht. Durch Herunterdrücken des Rades kann der Benutzer außerdem zwischen den gerade aktiven Anwendungsprogramm hin- und herschalten (was mit Alt+Tab über die Tastatur funktioniert und sich bei vielen Mäusen auch heute schon programmieren lässt). Microsoft gibt unter Berufung auf Zahlen von NPD Intellect an, dass inzwischen acht von zehn Mäusen in den USA mit Scroll-Rad verkauft werden. Eigene Marktforschung habe darüber hinaus zutage gefördert, dass es große Nachfrage auch nach horizontalem Scrolling gebe.

Microsofts Tilt Wheel im 3D-Modell
Microsofts Tilt Wheel im 3D-Modell

Konkurrent Logitech glaubt das weniger. "Wir wollen nicht sagen, horizontales Scrolling sei gut oder schlecht, aber das was die Kunden mit ihrer Maus machen wollen haben wir schon eingebaut", sagte Senior Product Manager Lloyd Klarke. Er hält es außerdem für wichtig, dass Nutzer bei der Scroll-Rad-Nutzung spürbare Rasten fühlen - was bei Microsofts Tilting Wheel nicht mehr der Fall sein soll. "Die Kunden brauchen einen Widerstand, einen Klick, um zu wissen dass sie eine Zeile weiterspringen. Dieser darf weder überbetont sein noch fehlen. Wir haben viel Zeit damit verbracht, das richtige Gefühl zu ermitteln", so der Logitech-Mann. Ob nun Microsoft oder Logitech mit seiner Einschätzung richtig liegt, wird der Markt zeigen müssen. (tc)