Patch-Day Februar 2011

Microsoft bringt 12 Sicherheits-Updates

Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Microsoft hat zum Patch-Day im Februar 12 Sicherheits-Updates veröffentlicht. Sie schließen Lücken im Internet Explorer und in diversen Windows-Systemen.
Patch-Day
Patch-Day

Die wichtigsten Sicherheits-Bulletins im Detail:

Microsoft Security Bulletin MS11-003
Betroffen: Internet Explorer 6/7/8 – abhängig vom Betriebssystem: Windows XP SP3, Professional x64 Edition Service Pack 2, Server 2003 SP2, Vista SP 1 und 2, Vista x64 SP 1 und 2, Server 2008 (mit SP2), Windows 7 32/64 Bit
Einstufung: Kritisch
Dieses Sicherheitsupdate behebt zwei vertraulich gemeldete und zwei öffentlich gemeldete Sicherheitsanfälligkeiten in Internet Explorer. Die Sicherheitsanfälligkeiten können Remotecodeausführung ermöglichen, wenn ein Benutzer eine speziell gestaltete Webseite mithilfe von Internet Explorer anzeigt, oder wenn ein Benutzer eine gültige HTML-Datei öffnet, die eine speziell gestaltete Bibliotheksdatei lädt. Ein Angreifer, der diese Sicherheitsanfälligkeiten erfolgreich ausnutzt, kann die gleichen Benutzerrechte wie der lokale Benutzer erlangen. Für Endbenutzer, deren Konten mit weniger Benutzerrechten konfiguriert sind, kann dies geringere Auswirkungen haben als für Benutzer, die mit administrativen Benutzerrechten arbeiten.

Microsoft Security Bulletin MS11-006
Betroffen: Windows XP SP 3, Windows XP Professional x64 Edition Service Pack 2, Server 2003 SP2, Vista SP 1 und 2, Vista x64 SP2, Server 2008,
Einstufung: kritisch
Dieses Sicherheitsupdate behebt eine öffentlich gemeldete Sicherheitsanfälligkeit im Grafikprozessor von Windows Shell. Wenn ein Benutzer ein speziell gestaltetes Miniaturbild anzeigt, kann diese Sicherheitsanfälligkeit Remotecodeausführung ermöglichen. Ein Angreifer, der diese Sicherheitsanfälligkeit erfolgreich ausnutzt, kann die gleichen Benutzerrechte wie der angemeldete Benutzer erlangen. Für Endbenutzer, deren Konten mit weniger Benutzerrechten konfiguriert sind, kann dies geringere Auswirkungen haben als für Benutzer, die mit administrativen Benutzerrechten arbeiten.

Microsoft Security Bulletin MS11-007
Einstufung: Kritisch
Betroffen:Windows XP Service Pack 3, Windows XP Professional x64 Edition Service Pack 2, Server 2003 Service Pack 2, Server 2003 x64, Vista SP 1 und 2, Vista x64 SP 1 und 2, Server 2008, Windows 7 32 und 64 Bit, Server 2008
Dieses Sicherheitsupdate behebt eine vertraulich gemeldete Sicherheitsanfälligkeit im Windows OpenType CFF-Treiber (Compact Font Format). Die Sicherheitsanfälligkeit kann Remotecodeausführung ermöglichen, wenn ein Benutzer Inhalte anzeigt, die in einer speziell gestalteten CFF-Schriftart dargestellt werden. Ein Angreifer kann Benutzer nicht zwingen, die speziell gestalteten Inhalte anzuzeigen. Der Angreifer müsste statt dessen den Benutzer zum Besuch einer Webseite verleiten, z. B. indem er den Benutzer dazu auffordert, in einer E-Mail oder einer Instant Messenger-Nachricht auf einen Link zur Website des Angreifers zu klicken.

Neben diesen drei als kritisch eingestuften Sicherheits-Updates veröffentlichte Microsoft noch neun weitere Patches, die als “wichtig” klassifiziert sind. Ausführliche Informationen zu allen zwölf Patches finden Sie auf dieser Microsoft-Seite.

Wie immer gilt: Wenn Sie Ihr Windows so konfiguriert haben, dass es sich automatisch aktualisiert, dann müssen Sie nicht eigens tätig werden. Windows-Update spielt die für Ihr System bereit stehenden Flicken automatisch ein.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation PC-Welt. (ph)