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Microsoft bittet Investoren um Hilfe

02.11.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Softwareriese Microsoft hat seine Aktionäre in einem Rundschreiben dazu aufgerufen, das Unternehmen gegen die amerikanische Regierung zu unterstützen und dementsprechende Briefe an den Kongreß zu schicken. Robert Herbold, Chief Operating Officer (COO) der Gates-Company, warnte in dem Schreiben, daß "Gerichtsverfahren und Interventionen von Regierungsseite Innovationen ersticken und die anhaltende Vitalität unserer Industrie allgemein gefährden könnten." Herbold bezog sich nicht explizit auf das derzeitige Kartellverfahren gegen Microsoft, der Hintergrund war jedoch eindeutig. Das amerikanische Justizministerium und 19 US-Bundesstaaten werfen dem Softwaregiganten Monopolbildung und unlauteren Wettbewerb vor. Der erste Teil der Urteilsverkündung steht unmittelbar bevor (CW Infonet berichtete). Mit dieser Rundbrief-Kampagne kann die Gates-Company den Ausgang des Antitrust-Verfahrens zwar nicht mehr beeinflussen - aber vielleicht die Debatten auf dem Capitol Hill und die öffentliche Meinung.