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Microsoft bereitet Software Update Services 2.0 vor

15.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft stellt voraussichtlich diese Woche auf dem hauseigenen Management Summit 2004 in Las Vegas die erste Betaversion der SUS 2.0 (Software Update Services) vor. das kostenlose Add-on sorgt hinter einer Firewall für das automatisierte Einspielen von Patches und Bugfixes. Geplant ist das Tool künftig fest mit Windows zu integrieren.

Laut Microsoft unterstützen die SUS 2.0 auch Office, SQL Server und Exchange. Die Software wird außerdem um Reporting-Funktionen erweitert. Ferner sollen sich mit dem Dienst eingespielte Patches auch wieder deinstallieren lassen.

Anwender zeigen sich von der bislang verfügbaren Version des Tools nur wenig begeistert. "Wenn es nicht kostenlos wäre, würde ich es nicht verwenden", sagte Dave Neige, Netz-Administrator bei der US-Bekleidungskette Dots Fashions. Vor allem der Mangel an Kontrollfunktionen mache die Bedienung schwer. Andere wie Wally Black, Security Manager für Desktops an der Gainesville University verwenden das Microsoft-Werkzeug gar nicht: "Wir haben eigene Tools entwickelt, die bei jedem Neustart des Rechners den Bedarf an Patches überprüfen und diese gegebenenfalls einspielen."

Analysten wie Peter Pawlak von Directions on Microsoft kritisieren, dass Microsoft mit den SUS und mit dem SMS (Systems Management Server) unterschiedliche Systemverwaltungs-Architekturen anbietet. Seiner Ansicht nach wäre es besser, die Entwicklung zusammenzuführen und statt der SUS eine kostenlose Basisversion des SMS anzubieten. (lex)