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Microsoft bekräftigt "Trustworthy Computing"

14.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Knapp ein Jahr nachdem Microsoft-Gründer Bill Gates Sicherheit und Datenschutz unter der Bezeichnung "Trustworthy Computing" in den Vordergrund gerückt hat (Computerwoche online berichtete), hat nun Technik-Chef Craig Mundie Zwischenbilanz gezogen. Kernproblem sei, dass immer noch viele Anwender veraltete Software verwenden. Mundie berief sich auf eine Studie der Marktforscher von IDC, aus der hervorgeht, dass mehr Windows-95-, -98- sowie -NT-PCs als 2000- und XP-Rechner im Einsatz sind. Die Mängel der teils bereits 1991 entwickelten und ab 1995 auf den Markt gebrachten Systeme zu beheben, sei unmöglich. Deswegen sei es nun an der Zeit, die alte Software abzulösen.

Modelle wie das Lizenzprogramm "License 6" sollen dafür sorgen, dass Kunden ihre Systeme regelmäßig auf den neuesten Stand bringen und dadurch Sicherheitslücken so weit wie möglich eliminieren. Das Vorhaben, mit dem kommenden Office 11 Windows nur noch ab der Version XP zu unterstützen, sei ebenfalls eine Maßnahme für mehr Sicherheit.

In den nächsten fünf bis zehn Jahren will Microsoft mehr in die Entwicklung von Sicherheitstechnologien investieren. So sollen zum Beispiel die Mechanismen zum automatischen Einspielen von Patches verbessert werden. Die zweite große Entwicklung der nahen Zukunft wird die Integration von DRM-Technologie (Digital Rights Management) in Betriebssysteme und Anwendungen sein, sagte Mundie. (lex)