Amy Hood

Microsoft bekommt erstmals Finanzchefin

10.05.2013
Sie ist erst 41 Jahre alt, war früher einmal Bankerin bei Goldman Sachs und steigt nun zu einer der mächtigsten Frauen in der US-Technologiewelt auf: Amy Hood, die neue Finanzchefin von Microsoft.
Amy Hood, die neue Finanzchefin (CFO) von Microsoft
Amy Hood, die neue Finanzchefin (CFO) von Microsoft
Foto: Microsoft

Eine Frau wacht ab sofort über die Zahlen bei Microsoft: Die frühere Investmentbankerin Amy Hood wird neue Finanzchefin des weltgrößten Software-Konzerns. Sie ist die erste weibliche Besetzung für diesen wichtigen Posten in der Firmengeschichte. "Amy bringt die richtigen Talente und Erfahrungen mit", erklärte Konzernchef Steve Ballmer am Mittwoch (Ortszeit) am Sitz in Redmond nahe Seattle.

Die Managerin ist seit mehr als zehn Jahren im Unternehmen und war zuletzt Finanzchefin der Office-Sparte. Sie half in ihrer Zeit bei Microsoft bei den Übernahmen des Internettelefonie-Anbieters Skype und des sozialen Netzwerks Yammer mit. Davor arbeitete die heute 41-Jährige bei der Wall-Street-Bank Goldman Sachs. In US-Medien wurde die Managerin als sehr umgänglich beschrieben.

Mitte April hatte Microsoft den Abgang von Amtsinhaber Peter Klein verkündet. Er bleibt noch bis Ende Juni im Haus, um die Übergabe zu regeln, dann verlässt er nach elf Jahren das Unternehmen. Als Kandidatin für seine Nachfolge galt auch Tami Reller, die Finanzchefin der Windows-Sparte.

Konzernchef Ballmer hatte in der jüngeren Vergangenheit schon mehrere Führungsfiguren ausgetauscht. Microsoft legt sein Augenmerk verstärkt auf Geräte wie das Tablet Surface sowie auf Dienstleistungen wie Cloud-Angebote. Erst am Mittwoch berichtete das Portal "TechCrunch" unter Berufung auf interne Dokumente, dass der Konzern erwäge, die Lesegeräte-Marke Nook für elektronische Bücher für eine Milliarde Dollar (760 Millionen Euro) zu kaufen.

Dagegen hatte der Konzern bei seine klassischen Software zuletzt weniger Glück: Das neue Betriebssystem Windows 8 wird von Branchenexperten mit dafür verantwortlich gemacht, dass die PC-Verkäufe schwächeln. Im Juni soll nun eine Vorabversion des Updates "Windows Blue" erscheinen. Ob damit auch der von vielen Anwendern vermisste "Start"-Button zurückkehrt, ist noch unbekannt. (dpa/tc)