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Microsoft bejaht Safe-Harbor-Abkommen der EU

16.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Als eines der ersten großen Unternehmen hat sich Microsoft bereit erklärt, die im vergangenen Jahr verabschiedeten Safe-Harbor-Richtlinien der Europäischen Union einzuhalten. Diese Privacy-Bestimmungen regeln den Austausch personenbezogener Kundendaten beim elektronischen Handel. Damit können Informationen von EU-Bürgern künftig an US-Firmen weitergegeben werden, sofern die betroffenen Personen mit der Erfassung ihrer Daten einverstanden sind. Sie müssen zudem über die Datenverwendung informiert sein und Informationsfehler jederzeit beheben können.

Microsoft will diese Bestimmungen künftig einhalten und sogar auf Nicht-EU-Länder ausweiten. Richard Purcell, Director of Corporate Privacy bei der Gates-Company, erklärte: "Wir wollen die Daten der EU-Bürger nicht anders als die von Kanadiern oder US-Bürgern behandeln." Obwohl Unternehmen nach den EU-Bestimmungen für die Änderung der Personendaten Gebühren verlangen dürfen, will Microsoft dies kostenlos tun.

Die Zustimmung von Microsoft hilft der EU, die von den USA wegen der Privacy-Regeln kritisiert wird. Die Vereinigten Staaten halten die Safe-Harbor-Bestimmungen für zu aufwendig und unzeitgemäß. Sie bevorzugen eine Selbstregulierung der Unternehmen.