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Microsoft beendet Gespräche über Online-Musikservice

05.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat einem Pressebericht zufolge Lizenzgespräche mit den vier größten Musikunternehmen abgebrochen. Der Softwarekonzern sei nicht bereit gewesen, die von den Labels geforderten Lizenzgebühren zu bezahlen, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Kreise.

Vivendi Universal Music Group, Sony BMG, Warner Music und EMI hatten den Informationen zufolge in gesonderten Gesprächen Lizenzgebühren von zusammen sechs bis acht Dollar pro Nutzer und Monat gefordert. Das sei etwa so viel, wie auch bereits bestehende Anbieter bezahlen. Insidern zufolge will der Konzern den Abodienst jedoch zumindest genauso billig wie Yahoo anbieten, nämlich um fünf Dollar pro Monat. Napster und RealNetworks verlangen monatlich etwa 15 Dollar. Yahoo kann diesen Preis nur anbieten, weil das Musikportal auch durch Werbung finanziert wird.

Das Ende der Gespräche wird dem Pressebericht zufolge Microsofts Pläne, einen Online-Musikservice auf Abonnementbasis aufzubauen, auf ungewisse Zeit verzögern. (dpa/mb)