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Microsoft beeinflußt US-Kongreß

18.10.1999
Etat für Kartell-Division gekürzt

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der amerikanischen Zeitung "Washington Post" zufolge schickte Microsoft verbündete Lobbyisten in den amerikanischen Kongreß, um die Abgeordneten davon zu überzeugen, im nächsten Jahr neun Millionen Dollar weniger für die Kartellrechts-Division des Justizministeriums (Department of Justice: DOJ) zur Verfügung zu stellen. Die Regierung hatte 114,3 Millionen Dollar für das Steuerjahr 2000 beantragt, der Senat korrigierte die Summe auf 112,3 Millionen Dollar nach unten und das Abgeordnetenhaus gewährte schließlich nur 105,2 Millionen Dollar. Ein Microsoft-Sprecher bestätigte, daß der Konzern mit Kongreßmitgliedern gesprochen habe. Das DOJ führt derzeit ein Antitrustverfahren gegen die Gates-Company wegen Monopolbildung, aus dem Microsoft die Auflösung seines Imperiums drohen könnte. Allerdings dürfte das abgespeckte Budget der

Kartell-Division für 2000 wenig Einfluß auf den laufenden Fall haben.