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Micron setzt Hynix Entscheidungsfrist

19.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-amerikanische Chiphersteller Micron Technologies hat rund 300 Millionen Dollar für das DRAM-Geschäft (Dynamic Random Access Memory) des japanischen Toshiba-Konzerns gezahlt. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Bankenkreise. Ursprünglich hatte sich auch der Siemens-Ableger Infineon für die Sparte interessiert; Micron erhielt aber Mitte Dezember vergangenen Jahres den Zuschlag (Computerwoche online berichtete).

Nun will Micron bis Ende Februar vom koreanischen Rivalen Hynix eine Entscheidung darüber, ob der überschuldete Konzern das vier Milliarden Dollar schwere Kaufangebot der Amerikaner akzeptiert oder nicht. Sollte der seit Monaten verhandelte Deal zustande kommen, entstünde der noch vor Samsung größte Hersteller von Speicherchips weltweit. Ob sich Micron damit einen Gefallen täte, ist unklar - derzeit verkaufen alle DRAM-Hersteller aufgrund des enormen Preisverfalls im Markt unter Produktionskosten. (tc)