Michael Krammer verlässt E-Plus

12.01.2007
Michael Krammer verlässt E-Plus. Die Entscheidung kam nicht nur für den Aufsichtsrat überraschend, schließlich hatte der Österreicher mit dem drittgrößten deutschen Netzbetreiber große Pläne. Ob die Umstrukturierung weitergeht bleibt abzuwarten.

Michael Krammer, der Vorsitzende der Geschäftsführung von E-Plus, hat dem Aufsichtsrat des Unternehmens nach wengier als einem Jahr nach Amtsantritt seinen Rücktritt mitgeteilt. Bereits Ende Januar 2007 werde er die KPN-Tochter verlassen, die Entscheidung habe persönliche Gründe. Das operative Geschäft wird bis zur Bekanntgabe eines neuen CEO von Stan Miller, Mitglied des Vorstandes von KPN und Thorsten Dirks, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Geschäftsführung von E-Plus, weitergeführt.

"Persönlich bedauere ich das Auscheiden von Michael Krammer. Während seiner Zeit bei E-Plus hat er unsere weitere Entwicklung als Herausforderer im deutschen Mobilfunkmarkt entschieden vorangetrieben", erklärte Miller. Dennoch respektiere er die Entscheidung. Erst im Mai 2006 wechselte der ehemalige Tele.ring CEO zum Düsseldorfer Netzbetreiber, im Zuge dessen führte Krammer eine Reihe von Veränderungen herbei. Nachdem erst im Mai 2005 die Mehrmarken-Strategie eingeführt wurde, welche dem Anbieter ein hohes Wachstum im Neukundenbereich beschehrte, plante Krammer, das Dienstleistungsangebot deutlich einzuschränken. Zugleich sollten die Ausgaben für multimediale Anwendungen sowie EDGE und UMTS reduziert werden. Letztlich sollte E-Plus als reiner Anbieter für Telefonie und Kurznachrichten antreten.

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