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Metro eröffnet RFID-Zentrum

08.07.2004

Das weltweit viertgrößte Handelsunternehmen Metro Group hat ein "RFID Innovation Center" in Neuss eröffnet. Dort können sich Vertriebslinien, Technologiepartner und Lieferanten auf die Umsetzung der RFID-Technik (Radio Frequency Identification) vorbereiten, bevor sie bei Metro in die Prozesskette integriert wird.

Die IT-Systeme im 1300 Quadratmeter großen Zentrum im Kaufhof-Lager Neuss-Norf wurden von IBM Business Consulting Services auf Basis der IBM-Middleware "Websphere" integriert. Sie sorgen für die Verarbeitung der mit RFID gewonnen Daten. Zur Verfügung stehen verschiedene Testbereiche wie Nachbildungen von Einkaufsstätten für Bekleidung und für Lebensmittel sowie die Simulation einer kompletten Lieferkette. Außerdem werden in der Testphase die Warenein- und Warenausgangstore des Kaufhof-Lagers genutzt.

RFID verändere den Handel grundlegend, sagte Dr. Gerd Wolfram, Projektmanager der Metro Group Future Store Initiative. Die neue Technik biete Vorteile sowohl für Kunden als auch für Geschäftspartner. Dabei baue man auf die Erfahrung von IBM.

Die METRO Group wird voraussichtlich als weltweit erstes Handelsunternehmen die bislang üblichen Strichcodes in der gesamten Lieferkette durch RFID-Funkchips ersetzen. Die erste Phase des Rollouts beginnt im November 2004 mit zunächst 20 Lieferanten. In der Folge werden in Deutschland sukzessive rund 100 Lieferanten, acht Lager und 269 Standorte der Vertriebslinien Metro Cash & Carry, Real und Kaufhof einbezogen. Bis Anfang 2006 sollen insgesamt 300 Lieferanten mit Funkchips bestückte Paletten an die Verteilerzentren der Metro Group schicken.

Das Projekt der IBM bei der Handelskette umfasst die Implementierung der Technologie, die konzeptionelle Beratung, die Implementierung der entsprechenden Prozesse im Supply Chain Management sowie Technologie-Consulting und Change-Management-Beratung. (lex)