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Meta Group sieht Durchbruch für Linux in Deutschland

22.10.2004
Laut Umfrage setzten hierzulande bereits 19 Prozent der Firmen mit mindestens 50 Mitarbeitern Linux ein. Bei Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern liegt der Linux-Einsatzgrad bei über 50 Prozent.

Im Jahr 2004 hat Linux den Durchbruch geschafft, erklärte Eduard Stupening, Leiter des Consulting-Bereichs bei der Meta Group Deutschland. Er stützt sich auf eine Befragung von 354 deutschen Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern, die die Marktforscher im September organisiert haben. Demnach setzen 19 Prozent bereits in irgendeiner Form das quelloffene Betriebssystem ein. Für andere Open-Source-Software liegt der Wert bei sechs Prozent.

Große Unternehmen haben dabei die Nase vorn. So liegt der Linux-Einsatzgrad in Firmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern über 50 Prozent. Dagegen nutzen Betriebe mit 50 bis 99 Beschäftigten nur zu rund 10 Prozent das offene System.

Vorreiter in Sachen Open Source sind die Branchen Transport, Versorger und Telekommunikation, lautet ein weiteres Ergebnis der Untersuchung. Auch die öffentliche Hand sowie Handelsbetriebe gehörten zu den Pionieren. Dagegen wiesen Fertigungsunternehmen und Finanzdienstleister noch eine geringe Penetration auf. Eine nicht mehr ganz neue Erkenntnis der Auguren: Der Einsatzschwerpunkt von Open-Source-Software ist das Internet. Zu den wichtigsten Nutzungsarten zählt die Meta Group Datenbanken, Softwaretools, Sicherheit, E-Mail und klassische Netzdienste. (wh)